Sicherheitsforschung

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Margitta
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Sicherheitsforschung

Beitrag: # 72Beitrag Margitta
20.07.2006, 18:38

Sicherheitsforschung - Forschung für den Schutz der Gesellschaft

Die Versorgungsnetze als technische und organisatorische Lebensnerven der Gesellschaft können trotz robuster Technik schon durch kleine technische Probleme ausfallen. Hochtechnologieländer sind deshalb auch ohne gewaltsam ausgetragene Konflikte verwundbar. Die Verletzlichkeit und der geringe Aufwand, mit dem große Schäden zu verursachen sind, machen viele Infrastrukturen auch zu einem potentiellen Angriffsziel für Personen oder Gruppen mit politischem oder kriminellen Hintergrund. Der neue Schwerpunkt Sicherheitsforschung liefert Beiträge zum Schutz des Menschen, der Wirtschaft und der Gesellschaft vor Bedrohungen der zivilen Sicherheit.

Deutschland ist mit seiner Freizügigkeit im Informations-, Personen- und Warenverkehr, als exportorientierte Wirtschaftsnation und als Land hoher Bevölkerungsdichte einerseits und einer stark ausgebauten, auf Hochtechnologie aufbauenden Infrastruktur andererseits in besonderem Maße neuen Bedrohungen ausgesetzt. Energie- und Verkehrsnetze, Internet und Telekommunikation sind zentrale Lebensnerven unserer Gesellschaft. Warenströme und Logistikketten, Versorgungsinfrastrukturen und Verkehrsleitsysteme sind verwundbar gegen Ausfälle.

Verwundbarkeiten dieser Art machen Versorgungsinfrastrukturen zu Angriffszielen sowohl für terroristische Aktivitäten, als auch für Täter mit kriminellem Hintergrund. Sicherheit wurde daher bisher vorrangig verstanden als Sicherung vor Terrorismus, Kriminalität oder Sabotage. Doch allein der durch Eisbildung verursachte teilweise Zusammenbruch der Energieversorgung im Winter 2005/2006 in Regionen Nordrhein-Westfalens zeigte erneut die Abhängigkeit der Gesellschaft von reibungslos funktionierenden Versorgungssystemen und deren Anfälligkeit gegen kleinste Abweichungen vom Normalzustand. Sicherheit muss daher auch die Folgen von Naturkatastrophen oder Unfällen besonderen Ausmaßes und die Begrenzung der Schäden zum Arbeitsfokus haben.

Die Sicherheitsforschung des BMBF zielt deshalb darauf ab, die zivile Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig Menschen- und Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger zu bewahren. Die Ergebnisse der Sicherheitsforschung sollen dazu beitragen, die Ursachen der Gefahren für die zivile Sicherheit frühzeitig zu erkennen und diesen wirksam zu begegnen, effiziente Organisationsformen und technische Mittel zur Prävention von Gefahren sowie zur Abwehr und Bewältigung von Anschlägen und Katastrophen zu entwickeln.

Präventiv geht es darum, Gefahren zu erkennen und ihnen so früh wie möglich zu begegnen. Auf Prävention zielt auch die Sicherung der Infrastrukturen. Innovative Sicherheitslösungen sollen Verkehrsysteme, Kommunikationsnetze, Versorgungssysteme oder Warenströme robuster gegen Katastrophen und von vornherein für Angreifer unattraktiv machen. Reaktiv zielt die Sicherheitsforschung darauf, bei Krisen optimal zu reagieren. Ist eine Katastrophe - egal ob durch natürliche Ursachen, einen Unfall besonderen Ausmaßes oder durch einen Anschlag - eingetreten, müssen die Folgen so minimiert werden, damit daraus keine größere Krise erwächst.

Das neue vom BMBF vorbereitete Programm Sicherheitsforschung zielt damit auf einen bisher noch nicht ausreichend abgedeckten Bereich ab, Forschung für Sicherheit vor Terrorismus, Kriminalität oder Sabotage und den Folgen von Naturkatastrophen oder Unfällen besonderen Ausmaßes ("Security") zu leisten. Fragen der Funktionssicherheit ("Safety") und Zuverlässigkeit technischer Geräte ("Reliability") werden in anderen Forschungsprogrammen bearbeitet.

Die Sicherheitsforschung ist in diesem Verständnis nicht allein aus technischer Perspektive zu sehen, sondern nur im Zusammenwirken von Sozialwissenschaft, Forschung und Technik. Die Beteiligten sind forschende Unternehmen, Behörden und öffentliche Forschungseinrichtungen. Nutzer und Anwender der Ergebnisse sind Behörden, die für die zivile Sicherheit verantwortlich sind wie das Technische Hilfswerk, Polizeien, Feuerwehr und die Betreiber sicherheitsrelevanter Infrastrukturen wie Energieversorger, Telekommunikationsunternehmen, Logistikunternehmen, Banken, Verkehrsunternehmen, oder Flughäfen. Insbesondere profitiert jede Bürgerin und jeder Bürger durch geringere Gefahren und bessere Angebote an sicheren Produkten und Dienstleistungen.

Als Ergebnis der Sicherheitsforschung werden innovative technische Lösungen und Handlungsstrategien erwartet, die in hohem Maße präventiv sind und wichtige reaktive Komponenten enthalten. Dabei geht es ausschließlich um zivile Anwendungsfelder. Dies wird auch dadurch unterstrichen, dass dieses Programm den normalen Förderbedingungen folgt. Koordiniert wird das Programm zwischen den Bundesressorts, um Doppelförderung zu verhindern, und mit dem Sicherheitsforschungsprogramm im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU, um ein isoliertes Vorgehen Deutschlands zu vermeiden. Die Bundesregierung wird eine themen- und anwendungsorientierte Innovationsplattform schaffen, um fortlaufend den bestehende Forschungsbedarf zu ermitteln und die Zusammenarbeit von Nutzern und Anbietern nachhaltig zu verbessern.

Ein großes Augenmerk liegt auf der Bewahrung der Menschen- und Freiheitsrechte. Begleitforschung wird sicherstellen, dass mögliche nachteilige Auswirkungen frühzeitig erkannt werden. Auch liegt ein besonderer Wert darauf, dass trotz der Besonderheiten der Sicherheitsforschung ein hohes Maß an Transparenz gewahrt bleibt. Nur so kann der notwendige gesellschaftliche Dialog in Gang kommen, den wir brauchen, um das Bewusstsein in der Bevölkerung für Sicherheitsfragen zu schärfen und letztlich für den Erfolg der Sicherheitsforschung zu nutzen.
Kein Problem wird gelöst,
wenn wir träge darauf warten,
dass Gott allein sich darum kümmert.
Martin Luther King

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Lady
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Beitrag: # 33937Beitrag Lady
21.03.2010, 16:01

[align=center]
mal den Link hertrage, dann jeder sich regelmässig weiter erkundigen :arrow BMBF[/align]
Be(geist)erung ist Energie, welche Gedankenformen erfahrbar werden lässt © Mai 2017
Friedenswege - Gedankenkraft

Fancy-Feline

Polizei oder Witz ?

Beitrag: # 33939Beitrag Fancy-Feline
21.03.2010, 16:05

[align=center]Was ist das ..... ein netter Scherz ?


http://www.youtube.com/watch?v=4maqNumTwOc


Licht und Liebe

:Katzi[/align]

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Kalle
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Beitrag: # 33943Beitrag Kalle
22.03.2010, 00:48

[align=center][font=Georgia]Ich finde diesen Beitrag einfach gut gelungen

:spo
Danke liebe Fancy
Liebe grüße
Kalle
[/font][/align]
Der Ort,
wo du anfangen kannst,
die Dinge in Ordnung zu bringen,
liegt in dir selbst

>>> Eileen Caddy <<<

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Darnella
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Beitrag: # 33959Beitrag Darnella
23.03.2010, 11:02

Interessant! Der Sperrhinweis sagt doch mehr als 100 Worte.

"Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Polizeiliche Kriminalpraevention der Laender und des Bundes nicht mehr verfügbar."

PS: ich habs angehört, bevor es gesperrt wurde, und der Sprecher hatte ausdrücklich betont, daß es "privat" ist :wink

Was zu mir gehört, kann ich nicht verlieren
und was nicht zu mir gehört, kann ich auch nicht halten.


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