„Die große Vision“

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Margitta
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„Die große Vision“

Beitrag: # 7396Beitrag Margitta
22.02.2007, 22:03

http://www.shambala-coaching.de/leseprobe.html
„Die große Vision“



Leseprobe aus dem neuen spirituellen Abenteuerroman „Zeit des Erwachens“ von Andrew Blake
ISBN 3-8334-1252-6
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„Sie näherten sich aus der Vogelperspektive einer wunderschönen Insel. Hinter einer Bucht entdeckten sie ungefähr zwanzig Bungalows mit roten Ziegeldächern, locker im Urwald verteilt.

Obwohl der Wald hier nicht ganz so dicht war, gewährte er dennoch jedem Haus Sichtschutz vom Nachbarhaus und die Abstände waren auch groß genug, um Geräuschschutz zu gewährleisten. Die Häuser waren alle ähnlich und doch individuell.

Die meisten hatten eine achteckige Grundform oder Domform, große Fenster vom Boden bis zur Decke, eine luftige, lichtdurchflutete Bauweise. Manche waren für Paare konzipiert, andere hatten mehrere Schlafzimmer für eine ganze Familie.

Die Bungalows waren um einen zentralen Platz gruppiert.

In ihrer Vision konnten John und Adriane die energetischen Verbindungslinien zwischen den Häusern und dem zentralen Dorfplatz sehen und erkannten hier die Grundformation des „Lebensbaums“ wieder, die sie in Büchern über heilige Geometrie kennen gelernt hatten.

Es befanden sich immer zwei bis drei Bungalows auf einem Energiespot des Lebensbaums und der Dorfplatz war um den zentralen Energiespot gelegt worden. Der Platz hatte eine achteckige Grundform, die durch einen überdachten breiten Gehsteig begrenzt wurde.

So konnte man sowohl bei Hitze im Schatten als auch in der Regenzeit vor Regen geschützt von einem Gebäude zum anderen gehen. Dieser achteckige Gehsteig umrandete eine begrünte Plaza mit etwa 200 m Durchmesser. Es war ein wohldurchdachter Garten, mit wunderschönen blühenden Blumen und Bäumen, Sträuchern und Hecken.

Ungefähr ein Drittel der Pflanzen waren Zierpflanzen und zwei Drittel waren Nutzpflanzen, mit denen der Lebensmittelbedarf der hier lebenden Menschen weitestgehend gedeckt wurde.

Der ganze Garten war in der Form eines Yin-Yang angelegt und obwohl der größere Teil mit Nutzpflanzen bepflanzt war, litt die Ästhetik nicht, denn sie waren nicht in Feldern oder Beeten angelegt, sondern mischten sich einfach kunterbunt mit den Zierpflanzen.

Da von den Architekten dieser Gartenkunst die Kombination der Pflanzen wohl bedacht worden war, waren Dinge wie Herbizide und Pestizide oder Kunstdünger gänzlich überflüssig. An den acht Kanten des Gehsteiges waren die öffentlichen Gebäude dieser Dorfgemeinschaft angesiedelt.

Da gab es ein Verwaltungsgebäude, in dem administrative Dinge bearbeitet wurden und eine Versammlungshalle, wo sich alle Bewohner treffen konnten, um Entscheidungen zu treffen, da hier alles im Konsens der gesamten Gemeinschaft beschlossen wurde.

Es gab einen Bioladen, in dem die Erzeugnisse des Gartens sowie das, was im Dschungel gesammelt wurde und die wenigen importierten Dinge verkauft wurden. Nebenan waren ein Restaurant und ein Café. Hier bot sich eine breite Auswahl feinster Kräutertees, frischer Fruchtsäfte und leckerer Shakes.

Gegenüber dem Bioladen befanden sich ein Buchladen und die Bibliothek mit einer riesigen Auswahl an esoterischen, metaphysischen, philosophischen und literarisch wertvollen Büchern. In der Gartenanlage und entlang des Gehsteiges luden einige Bänke, Gartenstühle und kleine Pavillons zur Rast ein und dienten als ideale Treffpunkte für soziales Miteinander.

John und Adriane sahen in ihrer Vision, wie die Menschen entspannt und glücklich ihren Aufgaben nachgingen, nicht nur jene, die sich mit einem Fruchtshake in der Hand im Garten unterhielten oder vor der Bücherei in einem bequemen Sessel ein Buch genossen, sondern auch diejenigen, die gerade im Restaurant Speisen und Getränke zubereiteten oder in der Administration ihrer Büroarbeit nachgingen.

Denn die Menschen hier betrachteten Arbeit unter einem anderen Blickwinkel. Für sie war es kein lästiges Übel, das man ertragen musste, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Sondern jeder ging nur jenen Aufgaben nach, die ihm oder ihr Freude bereiteten und die sie als Dienst an der Gemeinschaft machen wollten.

Natürlich wurden sie für ihre Dienste auch sehr gut bezahlt, denn so konnten sie sich auch die angenehmen Dinge des Lebens leisten und eine florierende kleine Wirtschaft innerhalb der Gemeinde unterstützen. Die Gemeinschaft hatte ihr eigenes Geld erschaffen, das ohne Zinswirtschaft zirkulierte. Dies führte zu dem einfachen Effekt, dass das verdiente Geld gleich wieder in Umlauf gebracht wurde und ein starker Cashflow innerhalb der Gemeinde bestand.

Durch diese Arbeitsaufteilung von bezahlter Arbeit, die dem Wohle aller diente und die sich jeder selbstständig und freiwillig aussuchte und freier kreativer Arbeit, wo jeder seinen künstlerischen Ambitionen nachging und seine Schöpfungen auf dem täglichen Markt anbot, ergab sich ein unglaublich produktives Schaffensfeld.

Die Menschen waren glücklich und in ihrer Mitte, was die Grundvoraussetzung für freudvolle Kreativität ist. Um sein Überleben brauchte sich keiner Gedanken zu machen, denn jeder war ja mit den Grundbedürfnissen versorgt, auch wenn er länger krank war da die Gemeinschaft ein natürliches Sozialnetz hatte.

Diese Sozialversorgung wurde nie ausgenutzt, weil Menschen, wenn sie in ihrer Mitte ruhen und für ihre Einzigartigkeit und den kreativen Ausdruck derselben von ihrer Umwelt gewürdigt werden, ganz natürlich zum Wohle ihres sozialen Umfeldes beitragen und sich selbst durch kreativen Ausdruck erfahren wollen, indem sie die angemessene Anerkennung dafür auch ernten wollten.

Es gab also keine frustrierten Nutznießer, die das System ausnutzten. Dafür gab es lauter Menschen, die ihr Leben bewusst und voller Freude gestalteten. Die Gemeinschaft basierte auf dem Grundprinzip von absoluter Gleichwertigkeit.

Ein jeder Mensch wurde als etwas Besonderes, als ein einzigartiger Ausdruck der universellen Schöpfung anerkannt und gewürdigt. Dies zeigte sich vor allem in der Kindererziehung.

Die Schule dieser Gemeinschaft lag neben der Kunstgalerie und war das achte Gebäude auf dieser Plaza. Sie war geräumig und lichtdurchflutet; jeder Raum war einem anderen Thema gewidmet, z.B. Lesen & Schreiben, Mathematik, Handarbeit & Werken, Sport, darstellende Kunst, Computertechnologie usw. und in jedem dieser Räume war ein Erwachsener, der als unterstützende Person agierte.

Es wurde kein fester Unterricht abgehalten. Stattdessen konnten die 30 Schüler jederzeit frei wählen, mit welcher Thematik sie sich wie lange beschäftigen wollten.

Die Betreuungspersonen halfen nur, wenn sie von den Kindern darum gebeten wurden und waren da, falls es irgendwelche Streitigkeiten gab. Ansonsten ließen sie die Kinder auf pro-aktive Weise ihren Tag selbst gestalten. Bei den Jüngeren spielte sich das Schulleben noch im Freien ab.

Sie wollten sich selbst und ihre Umwelt am liebsten im direkten, meist körperlichen Kontakt erleben. Für diesen Zweck gab es ein riesiges Areal hinter der Schule mit allen erdenklichen Spielgeräten und dem angrenzenden Wald, wo man Baumhäuser bauen konnte und Tiere und Pflanzen studierte.

Die älteren Kinder wählten zumeist in Gruppen bestimmte Projekte aus und in der Ausführung dieser Projekte mussten sie sich allerhand Wissen aneignen. Der Vorteil dieser Arbeitsweise war, dass niemand zu irgendetwas gezwungen wurde, sondern aus sich heraus die Entscheidung traf, seinen Beitrag zu leisten.

Das hatte nicht nur einen wesentlich größeren Motivationsfaktor wenn es darum ging, sich Wissen anzueignen, sondern spielte auch eine wichtige Rolle in der positiven Gestaltung der Zusammenarbeit unter den Kindern sowie den Erwachsenen, die sie unterstützten.

Eine Gruppe von Teenagern war gerade mit dem Projekt beschäftigt eine autarke Dorfgemeinschaft, wie diese in der sie lebten, unter den gegebenen sozialen und politischen Bedingungen in eine Großstadt wie Auckland, Sydney oder New York zu verpflanzen und sie dort als autarke Oase existieren zu lassen.

Das war ein großes Projekt, dass die Kinder in den verschiedensten Bereichen herausforderte und wobei sie sich teilweise von außerhalb der Gemeinschaft Experten holen mussten, um durch Vorträge und Workshops genug Wissen zu sammeln, damit sie Dinge wie Landrechte in der Stadt, geschlossene Wassersysteme, die das eigene Wasser stets wiederaufbereiten und viele andere Details gut genug verstehen und ein tatsächlich durchführbares Projekt gestalten konnten.

Es war geplant, dieses Stadtdorfprojekt den großen Städten dieser Welt vorzuschlagen. Aber die Kinder lernten nicht nur in der Schule, sondern auch mit allen Erwachsenen der Gemeinde. Es war allgemein anerkannt, dass das Wohl der Kinder allen am Herzen lag, nicht nur den leiblichen Eltern.

So konnten die Kinder bei den Künstlern kreativ mitarbeiten oder bei den Heilern und Körpertherapeuten lernen oder sich in der Sportschule körperlich betätigen, wo sie ausgefallenere Dinge als in der Schule machten, wie Drachenfliegen, Tauchen, Surfen und Freeclimbing.

Außerdem hatte die Gemeinschaft gute Verbindungen zur internationalen Seminarszene und sie luden regelmäßig hochkarätige Seminarleiter ein. Diese wohnten dann im Gemeindegästehaus und genossen hier eine Art von Urlaub, während sie ein Seminar für die Gemeinschaft inklusive der Kinder abhielten.

Diese Spezialseminare waren bei den Seminarleitern sehr beliebt, denn es war ein hochgradiges Vergnügen mit derart bewussten und wissenshungrigen Menschen in so einer idealen Umgebung arbeiten zu können.

Einer der Grundsätze der Gemeinschaft war, dass die einzige Konstante im Leben der Wandel ist und von daher lebenslanges Lernen eine unabdingbare Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander darstellt.

Denn nur wer stets bereit ist, seine derzeitige Position als relativ zu erkennen und willens ist, die Dinge wieder von einer anderen Warte aus zu betrachten kann im Fluss des Lebens bleiben.

Die großen Meister der Kampfkünste sind nicht jede Nanosekunde ihrer Existenz im Fluss des Lebens, aber sie merken sogleich, wenn sie aus dem Fluss fallen und begeben sich dann sofort wieder in den Fluss und zwar so flink, dass ihre Umgebung gar nicht bemerkt, dass sie heraus gefallen waren.

So ähnlich betrachtete auch diese Gemeinschaft ihr stetes Wachstum. Sie sahen sich als einzigartige Individuen, die Teil eines herausragenden Teams waren, wo jeder jeden unterstützte auf seiner persönlichen Reise zur Selbsterkenntnis, in dem Wissen, dass je mehr einer einem anderen half, umso mehr half er der Gemeinschaft und damit sich selbst.

Die Philosophie von win-win-win war einer der Grundpfeiler, auf dem das gesellschaftliche Miteinander ruhte. Bei jeder Transaktion, sei es der Verkauf einer Ware, der Austausch einer Dienstleistung, das Unterrichten der Kinder, das Weitergeben von Wissen oder Informationen aus höheren Dimensionen, wurde immer sorgsam darauf geachtet, dass sowohl der Gebende als auch der Empfänger einen annähernd gleichen Vorteil hatte und dass auch die Gemeinschaft oder die Natur davon profitierte oder zumindest nicht Schaden nahm.

Also ein Businessdeal, wie er in der übrigen Welt heute üblich ist, wo ein Geschäftsmann aus der ersten Welt Waren wie z.B. Kaffee in der Dritten Welt für ein Trinkgeld kauft, um sie mit riesigem Profit in Industrieländern wieder zu verkaufen, wobei allerdings die Bauern des Dritten Weltlandes dabei fast verhungern und die Natur ausgebeutet und zerstört wird, wäre im Bewusstsein dieser Gesellschaft undenkbar gewesen.

Nur so konnte der langfristige Erfolg dieser Lebensgemeinschaft garantiert werden. Man dachte nicht an kontrolliertes, schon gar nicht an unbegrenztes Wachstum, sondern an harmonisches Zusammenleben.

Das galt nicht nur für die Menschen der Gemeinschaft untereinander, sondern vor allem für das Zusammenleben mit der Natur mit ihren Pflanzen und Tieren, die ihr Überleben ja überhaupt erst möglich machte. Da sie auf einer relativ kleinen Insel lebten, war es ihnen nur zu bewusst wie sie von diesem Lebensraum abhängig waren.

Hätten sie hier ohne Rücksicht auf die natürlichen Ressourcen Raubbau betrieben, so wie es in der restlichen Welt üblich war, wären sie in ein paar wenigen Jahren vor dem Aus gestanden.

Wenn der kleine Urwald, in dem sie lebten gerodet und verkauft, die kostbare Erde, die Grundlage ihres Ackerbaus, fort gewaschen, das Wasser um die Insel herum durch zu viele Menschen und ohne ordentliche Kläranlagen verschmutzt worden wäre, so dass kaum noch genießbare Fische darin leben könnten, dann hätten sie die bittere Erfahrung gemacht, dass sie das Geld, das man ihnen für ihre Rohstoffe gegeben hatte, nicht essen konnten.

Weil ihnen das in diesem kleinen, überschaubaren Ökosystem tagtäglich so bewusst vor Augen geführt wurde, war Umweltschutz bzw. partnerschaftliche Kooperation mit den Kräften der Natur eine Selbstverständlichkeit.

Für sie war Mutter Erde und ihre Natur ein lebendiges Wesen, das sie jeden Tag hautnah erlebten und mit dem sie sich ganz eng verbunden fühlten. So bedankten sie sich für jede Mahlzeit mit einem offenen Herzen und tief empfundener Dankbarkeit und nicht nur als Floskel.

Diese Menschen lebten in echtem Frieden und in einem hohen Grad von Bewusstheit. Wegen ihrer kooperativen Einstellung und dem klugen Einsatz von sanfter Technologie war es ihnen möglich, mit einem geringen Zeitaufwand den Überlebensbedarf der Gemeinschaft zu decken.

Natürlich spielte die Weisheit ihrer Lebensweise diesbezüglich auch eine große Rolle. Sie lebten zu 99 % von den Dingen, die sie selbst anbauten oder im Urwald natürlich vorfanden. Sie waren von daher völlig autark und unabhängig und waren vor allem nicht dem Konsumwahn der westlichen Welt verfallen.

Ein einfaches und gesundes Leben war ihnen viel mehr wert, als irgendwelche überflüssigen Luxusgüter. In der restlichen Zeit konnten sie ihren Leidenschaften nachgehen, ihrer Kreativität frönen, sich selbst pflegen und heilen und schlicht und einfach ihr Leben mit Freunden und sozialen Aktivitäten genießen.

Ein weiterer starker Faktor, der zu ihrem Lebensglück beitrug, war die völlige Angstfreiheit in der sie lebten. Es gab keinerlei Verbrechen, von daher auch keine Polizei und Justiz, noch nicht einmal private Schutzmaßnahmen wie abgeschlossene Türen.

Verglichen mit dem Rest der Welt lebte dieses kleine Dorf im Paradies. Während John und Adriane diese Gemeinschaft staunend betrachteten fiel ihnen auf, dass es sich um eine bunt gemischte Truppe handelte: Jung und alt, Männer und Frauen, verschiedene ethnische Gruppen und Nationalitäten, verschiedene Religionen und Glaubenssysteme und doch lebten alle in absolutem Respekt und liebevoller Freundschaft füreinander.

Das Energiefeld dieser Insel war so hoch und freudvoll, dass es John und Adriane in ihrem visionären Zustand die Herzen geradezu sprengte und sie mit Achtung ganz tief berührte.“



Copyright 2004 Andrew Blake
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Kein Problem wird gelöst,
wenn wir träge darauf warten,
dass Gott allein sich darum kümmert.
Martin Luther King

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