Krankheit als Sprache der Seele

Der Mensch und sein Körper

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Margitta
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Krankheit als Sprache der Seele

Beitrag: # 13614Beitrag Margitta
19.10.2007, 20:50

[align=center]Unsere Lady gab mir in ihrer antwort auf Lissy einige Denkanstöße
viewtopic.php?p=13587#13587
und das habe ich gefunden.Dies wird das nächste Buch sein das ich mir zulege
Margitta

Dr. Ruediger Dahlke
Krankheit als Sprache der Seele
In unserer Gesellschaft wird Krankheit weder als Sprache noch als Weg, noch überhaupt als etwas Sinnvolles betrachtet. Sie wird nicht einmal als etwas Grundsätzliches erkannt, sondern als eine Fülle widerwärtiger, mehr oder minder zufälliger Einbrüche ins Leben gesehen. Deshalb finden wir es auch normal, von Krankheiten in der Mehrzahl zu sprechen. Das macht an sich nicht mehr Sinn als von Gesundheiten zu sprechen. Für die meisten großen Religionen und ihre esoterischen Traditionen ist Krankheit dagegen von jeher etwas Grundsätzliches. Aus dieser ganz unterschiedlichen Haltung Krankheit gegenüber ergeben sich auch völlig konträre Umgangsformen ihr gegenüber.

Aus der Antihaltung der Schulmedizin folgt konsequent ein kämpferischer Ansatz, bei dem sich der Arzt mit dem Patienten gegen das Symptom verbündet und versucht, dieses so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Diese kämpferische Antihaltung der Schulmedizin ergibt sich schon aus den Bezeichnungen ihres Waffenarsenals, mit dem sie die Krankheitsbilder besiegen will: Antihypertonika und Antikonvulsiva, Antikoagulantien und Antibiotika, Antipyretica und Antihistaminika. Was nicht Anti ist, erweist sich als Blocker (Säure- und Betablocker) oder wenigstens Hemmer (ACE-Hemmer).
Aus dem esoterischen Ansatz folgt das Gegenteil: Der Arzt verbündet sich mit dem Symptom und schaut, was dem Patienten fehlt, so daß dieses Symptom notwendig wurde. Dem Krankheitsbild wird Bedeutung zugemessen, indem es gedeutet wird. Letztlich wird hier homöopathisch gearbeitet: nicht gegen das sondern mit dem Symptom.

Das ist eigentlich kein ungewöhnlicher Schritt und im normalen Leben weit verbreitet. Wir sind es gewohnt, alles mögliche zu deuten und sind sogar verstimmt, falls es einmal unterbleibt. Nehmen wir an, jemand antwortet auf die Frage nach dem neuesten Theaterstück: die Bühne hatte die Maße 4 mal 6 Meter und war 2 Meter hoch, es waren 8 Schauspieler beteiligt, davon zwei Männer und sechs Frauen, ihre Kostüme bestanden aus x m Seidenstoff und y m Leinen, die Bühne wurde mit soundsoviel Lux beleuchtet usw. Wir wären ziemlich ungehalten, denn eigentlich hatten wir eine inhaltliche Deutung erwartet und nicht eine Beschreibung des formalen äußeren Ablaufs.

Was uns beim Theater so selbstverständlich erscheint, ist es in der Medizin plötzlich nicht mehr. Wenn sich ein Patient drei Tage nach der Erstuntersuchung wieder beim Internisten einfindet, bekommt er zu hören, seine Blutuntersuchungen hätten diese, die Urinprobe jene Werte ergeben, sein Blutdruck habe den Wert x und die Temperatur den Wert y. Nun ist der Patient erstaunlicherweise nicht ungehalten, sondern zollt einem wissenschaftlich arbeitenden Mediziner Respekt, obwohl auch jetzt nur von der Form und nie vom Inhalt die Rede ist. Erst wenn der Internist all seine Befunde deutet und die erlösenden Worte spricht: ‘Das Ganze nennt man Lungenentzündung’, kommt mit dieser Deutung auch wieder Sinn ins Geschehen. Die Frage ist allerdings, warum man ausgerechnet an diesem Punkt, wo es für den Patienten erstmals interessant wird, aufhören soll.

Natürlich ließe sich nach der Bedeutung der Lunge und jener der Entzündung weiterforschen. Das Thema der Lunge ist ganz offenbar Kontakt und Kommunikation, ist sie doch für den Gasaustausch und unsere Sprache verantwortlich, die auf der Modulation des Ausatemstromes beruht. Mit der Entzündung ist das Thema Konflikt angesprochen. Erreger kämpfen gegen Antikörper und ihre Mittel sind eindeutig kriegerisch. Es wird belagert und gestorben, angegriffen, blockiert und getötet. Die Makrophagen, wörtlich Großfresser, geben auf Seiten des Körpers genausowenig Pardon wie die Antikörper, die sich in Kamikazemanier auf die Erreger stürzen, um mit ihnen zugrunde zu gehen. Insofern haben wir es bei der Lungenentzündung mit einem Konflikt im Kommunikationsbereich zu tun. Die häufigen Lungenentzündungen auf Intensivstationen sind dafür Beleg. An den Erregern kann es wohl nicht primär liegen, denn kaum irgendwo werden sie so bekämpft wie hier. Wenn aber die ganze verbliebene Kommunikation mit der Welt über ein paar Plastikschläuche läuft, bekommen viele Menschen ein Kommunikationsproblem, und das kann sich bei Mangel an anderen Ausdrucksformen in einer Lungenentzündung verkörpern.

Die esoterische Medizin geht davon aus, daß alles körperliche Geschehen Ausdruck eines dahinterliegenden seelischen Inhalts ist. Wenn wir nur das körperliche Geschehen zudecken, verstärken wir folglich die seelische Problematik. Mit dem Beseitigen von Symptomen landen diese, wie das Wort so ehrlich sagt, auf der Seite bzw. im Unbewußten oder im Schatten. Diese Art von Symptomverschiebung würde uns in anderen Bereichen, wie etwa der Technik, auch nicht im Traum einfallen. Wenn an einer Maschine das Alarmlicht aufleuchtet, würden wir nicht daran denken, das Birnchen zu lockern, um unsere Ruhe zu haben. Bei Kopf- und anderen Schmerzen finden wir dagegen nichts dabei, durch Schmerzmittel einfach das Warnsignal zu blockieren. Böse formuliert werden nach diesem System Symptome von Organ zu Organ und Patienten von Spezialist zu Spezialist verschoben.

Aus der Physik wissen wir längst, daß grundsätzlich nichts aus der Welt geschafft, sondern vieles ineinander umgewandelt werden kann. Insofern hat natürlich auch der Ansatz von ‘Krankheit als Sprache der Seele’ nur Symptomverschiebung zu bieten. Allerdings hat eine Verschiebung in der Senkrechten, also zwischen körperlicher und geistig-seelischer Ebene durchaus Heilungschancen im Gegensatz zu jener Symptomverschiebung, die sich auf die körperliche Ebene beschränkt.

Bei der Entstehung von Krankheitsbildern sinken inhaltliche Themen, deren bewußte Bearbeitung die Betroffenen verweigern, in den Körper und somatisieren sich hier. Will man das Problem lösen, hat es wenig Sinn, seine Verkörperung mit chemischer (z.B. Kortison) oder gedanklicher (z.B. Affirmationen, Verhaltenstherapie) Hilfe zu unterdrücken. Es wäre im Gegenteil notwendig, sich den Inhalt hinter der körperlichen Symptomatik wieder bewußt zu machen. Ist das Thema ins Bewußtsein zurückgeholt, besteht zumindest die Chance, es hier zu lösen. Damit aber wäre der Körper von seiner Darstellungsarbeit entlastet. Tatsächlich stellt der Körper lediglich eine Ausweichbühne für das Bewußtsein dar. Stücke, deren bewußte Aufführung abgelehnt wurde, verkörpern sich auf der Körperbühne.Von daher ist deutlich, daß auch Krankheit ein Weg ist, um zu lernen.

Wesentlich eleganter und zielführender - allerdings auch nicht angenehmer - ist der Weg, direkt über das Bewußtsein zu lernen, ohne vorher auf die Körperbühne auszuweichen. Hier eröffnet sich die Chance echter Vorbeugung. Heute sprechen wir z.B. von Krebsprophylaxe, wenn wir eigentlich Früherkennung meinen. Früherkennung ist natürlich weit besser als Späterkennung, hat aber mit Vorbeugung gar nichts tun. Ein Krankheitsbild durch Bewußtseinsarbeit überflüssig zu machen, weil man das betreffende Thema schon freiwillig auf geistig-seelischer Ebene bearbeitet, ist dagegen echte Prophylaxe.

Wer Krankheit als Sprache der Seele versteht, erlebt am eigenen Leib, daß Form und Inhalt immer zusammengehören, oder wie es Goethe formuliert: ‘Alles Vergängliche ist ein Gleichnis’. Krankheit ist der formale Aspekt eines geistig-seelischen Inhalts oder anders ausgedrückt: Symptome sind Verkörperungen seelischer Themen. Bereits Alexander Mitscherlich wies in ‘Krankheit als Konflikt’ darauf hin, daß, sobald Bewußtsein von einem Organ abgezogen wird, dieses erkrankt.

Symptomsprache ist ein Sonderfall der Körpersprache, der mit Sicherheit am weitesten verbreiteten Sprache auf dieser Erde. Obwohl sie die universellste Sprache ist, wird sie allerdings nur noch von wenigen Menschen unserer Kultur bewußt verstanden. Dabei wäre es gar nicht so schwer, sie wieder zu erlernen. Denn unser Körper spricht nicht nur, unsere Sprache ist auch körperlich. Ob wir etwas begreifen oder verstehen, bestimmte Dinge uns an die Nieren gehen oder andere zu Kopf steigen, ob wir uns etwas zu Herzen nehmen oder es uns auf den Magen schlägt, ob Läuse über unsere Leber laufen oder der Atem vor Schreck stockt, immer ist die Sprache psychosomatisch und zeigt uns eine Verbindung zwischen Körper und Seele, die unsere Kultur erst langsam wiederentdeckt.

Neben der Körpersprache, die sich in der einfachen Beschreibung der Symptomatik ausdrückt und durch umgangssprachliche Wendungen, Sprichworte und Sprachbilder wirksam ergänzt wird, stehen auch die von der Medizin erhobenen Befunde für die Deutung zur Verfügung. Denn tatsächlich ist ja die formale Beschreibung des Krankheitsgeschehen weder falsch noch überflüssig, nur eben nicht ausreichend. Ohne Bühne könnte man kein Theaterstück verfolgen, ohne Beleuchtung bliebe alles im Dunkeln und ohne Kostüme wäre es eher peinlich. Insofern richtet sich dieser deutende Ansatz nicht gegen die etablierte Medizin, sondern ergänzt sie.

So erübrigt es sich, Front gegen die Schulmedizin zu machen. Sie beschäftigt sich nun einmal ausschließlich mit der körperlichen Ebene. Reparaturen in diesem Bereich beherrscht sie besser als alle anderen. Wer ihr Vorwürfe macht, daß sie sich nicht um den ganzen Menschen kümmere, gleicht dem Besucher eines städtischen Schwimmbades, der sich über mangelnden Meeresblick beklagt. Dieser war ihm gar nicht versprochen worden, und es steht ihm frei, ans Meer zu fahren. Wer Heilung wünscht, muß sich um eine ganzheitliche Medizin bemühen, die - ohne die Schulmedizin zu entwerten - doch weit über diese hinaus geht.

Die am eigenen Leibe erlebten Symptome und die erhobenen Befunde können gleichermaßen gedeutet werden und Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen zum umfassenden Muster des Krankheitsbildes zusammengesetzt werden. Die betroffene Region bzw. das Organ gibt dabei jeweils die Ebene an, auf der das Problem abläuft, im Fall der Lungenentzündung also den Kontakt- und Kommunikationsbereich. Das spezielle Geschehen beleuchtet die Art des Problems, in diesem Fall das Thema Entzündung und Konflikt.
Hilfreich zur Deutung haben sich die Fragen erwiesen: Warum geschieht gerade mir, gerade das, gerade jetzt? Woran hindert mich die Symptomatik? Wozu zwingt sie mich? Welchen Sinn erfüllt sie gerade jetzt in meinem Leben?

Natürlich ist jedes Krankheitsbild vollkommen individuell und nur in der persönlichen Situation ganz stimmig zu deuten. Wenn so umfassende Krankheitsbilder wie Krebs oder Aids gedeutet werden, ist das besonders zu bedenken. Wirklich erschöpfend werden Deutungen erst, wenn sowohl die persönlichen Umstände mit in Betracht gezogen werden wie natürlich auch die betroffenen Organebenen.
http://www.zist.de/arbeit/inhalt_art_dahlke.html[/align]
Kein Problem wird gelöst,
wenn wir träge darauf warten,
dass Gott allein sich darum kümmert.
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Claudia

Beitrag: # 13645Beitrag Claudia
20.10.2007, 16:35

:kla Oh ja, unbedingt zu empfehlen dieses Buch, habe viel daraus gelernt und nehme es immer wieder zur Hand!

ajuthsuu

Beitrag: # 13745Beitrag ajuthsuu
24.10.2007, 08:22

[align=center]Auch ich kann das Buch wärmstens empfehlen. Ich schaue sehr oft rein und bisher hatte alles Sinn für mich. [/align]

Alles Liebe :ajuthsuu

Emely

Beitrag: # 13753Beitrag Emely
24.10.2007, 17:59

Ich kenne noch das Buch "Krankheit als Weg" von Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke. Es war die Eröffnung einer neuen, interessanten und einleuchtenden Sichtweise für mich und der Beginn in die spirituelle Richtung.


Ich denke gern daran zurück, wie das Buch zu mir kam. :jojo

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Beitrag: # 13803Beitrag Margitta
26.10.2007, 18:44

Mein erstes Buch war die Lichtkörpersprache
Hatte Null verstanden und verliehen seit dem kam es nicht mehr zurück doch ich weiss das ich es nochmals lesen darf und es diesmal verstehen werde :P
Margitta
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Lady
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Beitrag: # 17839Beitrag Lady
19.03.2008, 19:52

[align=center]

mmh mal nachfrage liebe Margitta,
hast Du vielleicht inzwischen das Buch mal in Händen gehabt
und magst Du hierzu vielleicht etwas hertragen?

:sf [/align]

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Beitrag: # 17842Beitrag Margitta
19.03.2008, 20:00

[align=center]Nein liebe Lady habe nicht mehr daran gedacht da ich im Moment noch den Jakobsweg lese doch werde sehen das es wieder zu mir kommt :P
Margitta[/align]
Kein Problem wird gelöst,
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Ellen

Beitrag: # 17843Beitrag Ellen
19.03.2008, 20:03

hallo, ihr lieben
das buch von caterine ponder.
heilungsgeheimnisse der jahrhunderte.ist einfach spitze.
sehr leicht zu verstehen.und mit super guten beispielen.
und heilungsgebeten.

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Lady
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Beitrag: # 17857Beitrag Lady
20.03.2008, 18:36

[align=center]
mmh @morgan Du Liebe, magst Du vielleicht mal noch die ISBN reintragen?
Vielen Dank und eine schöne Osterzeit Euch Allen

:Frt[/align]

Ellen

Beitrag: # 17860Beitrag Ellen
20.03.2008, 18:50

Lady hat geschrieben:[align=center]
mmh @morgan Du Liebe, magst Du vielleicht mal noch die ISBN reintragen?
Vielen Dank und eine schöne Osterzeit Euch Allen

:Frt[/align]
hallo lady.
isbn.38138-0011-3
dann noch...bete und werde reich.isbn.....3-8138-0010-5 auch spitze

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Beitrag: # 17862Beitrag Lady
20.03.2008, 19:03

[align=center]
ha ha, das ging ja flux

:pöm

dankeschön...[/align]

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Beitrag: # 17865Beitrag Margitta
20.03.2008, 19:49

Ja meine :P liebe so ist das wenn Gedanken sprühen
Margitta
Zuletzt geändert von Margitta am 20.03.2008, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag: # 17870Beitrag Lady
20.03.2008, 21:57

[align=center]mmh :roll [/align]

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