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Kollektiver Kirchenaustritt

Verfasst: 20.04.2011, 17:34
von Darnella
Kommunion des Kirchenaustritts

In Mainz wollen einige Dutzend Personen gemeinsam ihren amtlichen Abschied von steuereintreibenden Religionsgemeinschaften begehen


Bild

hier ist der vollständige Artikel zu finden: http://www.heise.de/tp/artikel/34/34591/1.html


Die Gruppenidee und die Idee mit dem Klingelbeutel haben was für sich. Da wünsche ich den morgigen Teilnehmern viel Spaß und gute Laune :Trink

Liebe Grüße
Darnella

Verfasst: 20.04.2011, 17:50
von Margitta
Das finde ich super :P
Margitta

Verfasst: 20.04.2011, 19:18
von Shelmjanah
Das gefällt mir ...*lach* :lol



Schelmjanah

Verfasst: 20.04.2011, 19:54
von schnecke
KLASSE :lol

Verfasst: 24.04.2011, 03:57
von Isis
Man, bei uns kostet das 30 Euro.
Aber die Idee ist gut

Verfasst: 25.04.2011, 10:19
von Darnella
Hallo zusammen,

es gibt auf Youtube ein kleines Video über den kollektiven Kirchenaustritt in Mainz am Gründonnerstag. Hier ist den Link:

http://www.youtube.com/watch?v=kRkW5yNVT_8


Liebe Grüße
Darnella

Verfasst: 25.04.2011, 10:49
von Margitta
An den Aussagen wird doch immer noch der Glaube an Gott mit der Kirche in Verbindung gebracht.
Was auch zu überlegen ist die Sache mit den Arbeitgebern.
LG Margitta

Verfasst: 25.04.2011, 16:11
von Darnella
Liebe Margitta,

das mit den Arbeitgebern kann tatsächlich für einige Menschen ein gewichtiger Grund sein, um nicht aus der Kirche auszutreten. Eine Bekannte geht es ebenso, sie ist Erzieherin im Kindergarten. Sie tritt nicht aus der Kirche aus, um berufliche Nachteile zu vermeiden. Auch ich hatte das zweifelhafte Vergnügen mit meiner Konfessionslosigkeit, und zwar bei einem Vorstellungsgespräch in einem Altenpflegeheim als Verwaltungskraft. Die maximale Dauer eines Arbeitsvertrags beträgt für Nicht-Kirchenmitglieder maximal 18 Monate, das ist Vorschrift von der Kirche, zumindest wurde mir das so erklärt.

Was mich allerdings wesentlich mehr interessiert als eine der Kirchen oder irgendwelche kirchliche Vorschriften, das ist das, wie Gott oder Jesus Christus tatsächlich dazu stehen würden. Das zählt für mich wesentlich mehr als alle menschlich erschaffenen Gesetze und Vorschriften zusammen. :D

Liebe Grüße
Darnella

Verfasst: 26.04.2011, 17:20
von Margitta
Ja das weiss ich das es so ist jedoch geht meine Überlegung dahin das die Kirche dadurch immer eine bestimmte Anzahl an nicht Kirchenaussteiger hat.Und die Menschen somit keinen freien Willen haben dürfen.
LG Margitta

Verfasst: 26.04.2011, 21:02
von Darnella
Liebe Margitta,

ich glaube, daß ich verstehe worauf Du hinaus willst. Weißt Du, was ich denke, warum die Kirche so eine Macht über Arbeitskräfte ausüben kann? Weil die Menschen dies stillschweigend akzeptieren und zulassen. Da steht im Grunde noch ein Stück Aufräumarbeit an, und ich bin sehr gespannt, ob und besonders wann die Menschen das Thema ernsthaft angehen werden. :wink

Liebe Grüße
Darnella

Verfasst: 27.04.2011, 09:54
von Lady
mmmh Volker hatte sich ebenfalls bei einer Stelle bei dem es um die Betreung von Eltern und Jugendlichen ankam die in schwierigen Bedingungen leben - ich sagte ihm dass er kaum eine Chance haben wird, weil die Kirche, diese Stelle finanziert und so war es denn auch. Als Krichenkritisch eingestellt, war er natürlich nicht der passende Bewerber obwohl alle anderen Fakten dafür sprachen. :roll tja soo sind die "Regeln" noch. Eine gute Woche Euch allen - heute mal bedeckt und ich hoffe auf Reeeegen :D

Verfasst: 27.04.2011, 22:03
von Darnella
Das ist ja interessant liebe Lady. Ist das mit dem Machtdaumen der Kirche bei Euch in der Schweiz vergleichbar stark wie in Deutschland? Schaut für mich fast so aus. Mich würde es ebenso sehr interessieren, ob das im österreichischen Raum mit den kirchlichen Arbeitsplätzen auch so streng ist. Vielleicht kann jemand hierüber berichten, es würde mich sehr interessieren.

Verfasst: 28.04.2011, 11:00
von Lady
in der Schweiz ist es ganz unterschiedlich - hier schafft es das Bistum Chur immer wieder in die Schlagzeilen zu geraten. Ich bin schon seit Jahren aus der Kirche ausgetreten und dies aus sehr vielen Gründen. Unter anderem auch wegen der Haltung in der dunklen Geschichte der "Verdingkinder" in der Schweiz und deren Haltung während des Krieges! Wahrscheinlich könnte ich ein Buch füllen, aber um ehrlich zu sein - es widert mich einfach an, mich mit dem Thema "Kirche" weiterhin zu beschäftigen - das Leben ist hierfür einfach zu "wertvoll".

Verfasst: 28.04.2011, 16:44
von Darnella
Kein Ding liebe Lady, mir persönlich ist das Leben auch zu wertvoll, um mich ausführlich mit der Kirche zu beschäftigen. Allerdings wären ein paar Informationen aus der Praxis hilfreich, denn einfach nur Vorurteile ungeprüft hinnehmen, das tun bereits zu viele Menschen. Aber zurück zum Thema Kirchensteuer.

Hier in Deutschland gibt es bei der Kirchensteuer nur die duale Regelung: entweder ist jemand getauft, und daher Mitglied, und bezahlt deswegen seine Kirchensteuer - oder er tritt aus der Kirche aus und bezahlt dann keine Kirchensteuer mehr. Mehr Wahlmöglichkeiten gibt es hier nicht. Genau deswegen ist es auch weltweit einzigartig, daß jemand aus Deutschland überhaupt aus der Kirche austreten kann. In vielen anderen Ländern ist der Kirchenaustritt meist gar nicht nötig, und stößt vermutlich eher auf Verwunderung und Kopfschütteln.

In diesem Zusammenhang dürfte es auch mal interessant sein, was es in anderen Ländern für Regelungen zur Kirchensteuerpflicht gibt. In Italien z.B., dem Kernland der römischen Kirche, gibt es eine ganz und gar liberale Lösung: Hier kann der Steuerpflichtige frei wählen, ob er die sog. Kultursteuer der Kirche zukommen lassen möchte, oder alternativ einem sozialen Verein nach Wahl (z.B. Greenpeace), oder auch dem Staat.

Hier der Link zur gedanklichen Anregung für Alternativlösungen bei der Kirchensteuer:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenste ... Staaten%29


Liebe Grüße
Darnella

Verfasst: 29.04.2011, 08:11
von Lady
was diesen Punkt angeht ist es in der Schweiz genau gleich - das Neugeborene übernimmt automatisch, ob getauft oder nicht die Konfession der Eltern, sind diese konfessionslos, so müssen sie dies bei der Gemeinde entsprechend eintragen. Ein Austritt ist per eingeschriebenem Brief an die Kirchgemeinde vorzunehmen und eine Kopie ist der Gemeinde abzugeben. Dann ist man von der Kirchensteuer befreit.