Wohl fühlen mit der Kunst des Räucherns

Nur Miteinander Funktioniertes

Moderatoren: thomas, Lady, traude52, Margitta, Kalle, Globale Moderatoren

Antworten
Benutzeravatar
Margitta
Beiträge: 4035
Registriert: 19.07.2006, 18:45
Wohnort: Frankfurt

Wohl fühlen mit der Kunst des Räucherns

Beitrag: # 3867Beitrag Margitta
23.11.2006, 20:19

[align=center]wohl fühlen
Wohl fühlen mit der Kunst des Räucherns
Zu Gast im Studio Anusati Thumm
Räuchern - eine alte Kunst



Seit die Menschen das Feuer entdeckt haben wurden Pflanzenteile verglüht, um die darin enthaltenen Duftstoffe frei zu setzen.
Räuchern ist die Wurzel der Aromatherapie und der Parfumerie. Das Wort Parfum leitet sich ab vom lateinischen "per fumum", das bedeutet "durch den Rauch".
Das Verräuchern von aromatischen Pflanzen ist eine Kunst, die für religiöse Rituale, zur Begleitung bei Meditationen und zu Heilzwecken schon seit Jahrtausenden ausgeübt wird, insbesondere in asiatischen Ländern wie Nepal, Tibet, China, Japan und Indien und auch bei den Indianern Nordamerikas.

Räuchern in der Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Räuchern traditionell zur Desinfektion genutzt, sei es von Krankenlagern, nach Sterbefällen im Haus oder nach Seuchen im Viehstall. Ärzte im Mittelalter betraten Häuser von Pestkranken mit einer Räuchertasse vor der Nase, um sich zu schützen. Damen der wohlhabenden Schicht räucherten ihre Kleidung ab, um sich vor Ansteckung zu bewahren. Bei Geburten und Zahnschmerzen wurde mit Pflanzen geräuchert, die schmerzlindernde Wirkstoffe frei setzten.

Räuchern - Pflege alter Bräuche und neu entdeckte wellness-Zeremonie
Bis zum heutigen Tag finden sich in vielen Ländern Reinigungs- und Schutzräucherungen, sowie Räucherrituale zur Unterstützung von geistigen oder religiösen Handlungen. Das Räuchern mit Kräuterbündeln zu bestimmten Festtagen im Jahreskreis wird bei uns noch in ländlichen Gebieten gepflegt. Dies geschieht zur Reinigung von Haus und Stall und zur Segnung von Mensch und Tier. In den sogenannten Rau(ch)nächten wird vor allem im Alpenraum geräuchert.

Am bekanntesten bei uns ist das Räuchern mit Weihrauch als Bestandteil der Liturgie in der katholischen Kirche. Weihrauch ist das Harz des Weihrauchbaums, auch Balsambaum genannt. Im Arabischen bedeutet Weihrauch "Göttlich-Macher".
Weihrauch wird seit jeher verwendet, um in Verbindung mit dem Göttlichen zu kommen. Zudem hat er stark desinfizierende Wirkung, schützt also bei großen Menschenansammlungen vor Ansteckung. Weihrauch bewirkt eine angeregte Entspannung, das heißt, er macht nicht müde, sondern hilft, sich innerlich zu sammeln. Und das tut unserer Seele gut.

Auf den Wogen der wellness-Welle ist Räuchern in letzter Zeit auch zum Zweck der Entspannung neu entdeckt worden. Aromatische Düfte beeinflussen unsere Stimmungen und können uns bei Stress und Nervosität beruhigen und harmonisieren.
Richtig Räuchern


An Utensilien benötigt man ein feuerfestes Räuchergefäß, Räucherkohle, eine Pinzette, eine Kerze, Streichhölzer, etwas Sand und Pflanzen, die verräuchert werden, das sogenannte Räucherwerk und eine Feder oder ein Stück festes Papier zum Fächeln.
Zerkleinern Sie in einem Mörser die Pflanzenteile oder Harze, die Sie verräuchern wollen.
Geben Sie den Sand in eine feuerfeste Schale aus Metall, Porzellan oder Ton.
Fassen Sie die Räucherkohle mit einer Pinzette und zünden Sie über einer Kerzenflamme an. Legen Sie sie dann auf den Sand im Räuchergefäß.
Fächeln Sie mit einer Feder oder einem Papier Luft zu, um die Kohle zum Glühen zu bringen. Warten Sie, bis die Kohle durchgeglüht ist.
Legen Sie die Räuchermischung zu früh auf die Kohle, kann die Glut ersticken. Also haben Sie etwas Geduld. Geben Sie dann wenig Räucherwerk, maximal einen halben Teelöffel zerkleinerte Pflanzenteile oder Harze, auf die glühende Räucherkohle. Um das Aroma im ganzen Raum zu verteilen, können Sie mit der Räucherschale umhergehen oder mit einer großen Vogelfeder oder einem festen Stück Papier den Rauch fächelnd verteilen.
Öffnen Sie anschließend die Fenster, um den Rauch abziehen zu lassen.
Der feine Duft bleibt zurück. Löschen Sie die noch glühende Kohle unter Wasser. Vorsicht: löschen Sie nicht mit kaltem Wasser in einer Keramikschale, sie könnte springen.

Bei Räucherungen zur Reinigung und Desinfektion sollte die Räucherschale für mindestens 3 Stunden im geschlossenen Raum verbleiben, den man während dieser Zeit auch nicht betreten sollte. Erst danach sollte man den Raum gründlich durchlüften.
Heimisches Räucherwerk
031203c
Bild vergrössern


Bevor exotische Wohlgerüche zu uns kamen, verräucherten die Menschen Nordeuropas Harze von einheimischen Nadelhölzern wie Tanne, Kiefer und Lärche sowie getrocknetes Kraut von Heilpflanzen, zum Beispiel Salbei oder Wacholder. Vom Wacholderstrauch nahmen sie Holz, Harz, Beeren und Nadeln zum Räuchern. Sie können also selbst gesammeltes Räucherwerk wie Tannennadeln, Wacholderbeeren, Salbeiblätter verwenden, nach persönlichen Duftvorlieben auch mischen.
Salbei riecht "krautig" und wirkt desinfizierend und reinigend im direkten wie im übertragenen Sinn - für klare Gedanken.
Wacholderbeeren sind keimtötend, riechen würzig und ihr Aroma hat eine positive Wirkung auf unsere Stimmung, hilft, unser seelisches Gleichgewicht zu wahren oder wieder zu finden.
Räucherungen mit heimischen Nadelgehölzen wirken befreiend auf die Atemorgane, lassen durchatmen und entspannen.
Wirkweise des Räucherns
031203d
Bild vergrössern


Beim Räuchern werden Duftmoleküle, die in den Pflanzen eingelagert sind, freigesetzt. Über die Luft beziehungsweise die Atmung gelangen die Aromastoffe zu den Schleimhäuten unserer Atmungsorgane und geben von dort Reize an das limbische System im Gehirn. Von dort beeinflussen sie unsere Gefühle, regulieren Hormone und das vegetative Nervensystem. Duft kann beruhigen oder anregen, den Verstand schärfen und für einen klaren Kopf sorgen, die Kreativität steigern oder eine Meditation vertiefen.
"In den Düften wohnt die Seele der Pflanzen, die auf die Seele der Menschen heilsam einwirken kann."
Räuchern kann einerseits atmosphärisch reinigen, wenn im wahrsten Sinne des Wortes "dicke " Luft herrscht, sei es durch Streit, Stress oder Spannung.
Andererseits sorgen die im Rauch gelösten Wirkstoffe für saubere Luft durch ihre stark keimtötende und damit desinfizierende Wirkung, was man in Räumen wie Wartezimmern nutzen kann, um Krankheitserreger zu vernichten.
Auch wenn Sie eine neue Wohnung beziehen, können Sie räuchern, um alte Energien zu beseitigen und eine frische Atmosphäre zu schaffen.
Weitere Räucheranlässe bieten Geburtstage, die Weihnachtszeit und Silvester.
Exotisches Räucherwerk
"Ein Tag ohne Düfte ist ein verlorener Tag" hieß es im alten Ägypten und so stammen die herrlichsten Mischungen aus der arabischen Kultur. Man räucherte für die Liebe, die Götter, bei Krankheiten, um die Dämonen zu vertreiben und zur Erzeugung von Visionen. Die berühmteste ägyptische Räucherung heißt Kyphi, eine Mischung aus Honig, Wein, Korinthen, Gewürzen und Weihrauch. Sie wird in monatelanger Arbeit, begleitet von Riten und Gebeten, hergestellt.
Kyphi riecht balsamisch süß, kann die Sorgen des Alltags vertreiben und angenehme Träume fördern. Es wirkt schlaffördernd und beruhigend.

In Indien wird Sandelholz Schutzenergie zugesprochen. Der Duft gilt als Mittel zur Kühlung des Kopfes bei Kopfschmerzen und unterstützt den Weg zu innerer Ruhe und Balance, es stimmt gelassen. Ideal für hektische, gestresste Menschen. Sandelholzpulver riecht samtig-süß und ist das traditionelle indische Räucherwerk für Meditationen. In Indien wird Räucherwerk außerdem als Aphrodisiaka genutzt. Duftstoffe bereichern das Liebesleben, wie im Kamasutra, der indischen Liebeslehre, beschrieben.

In buddhistischen Ländern wie Japan wird Räucherwerk eingesetzt, um den Geist friedlich zu stimmen und um die Aufmerksamkeit vom äußeren Sein nach innen zu lenken. Aus Japan stammt auch das kostbarste und teuerste Räucherwerk, das "Jinkoh" oder Adlerholz. Es stammt von einem Baum, bei dem ein spezieller Pilzbefall das duftende Holz erzeugt. Es wirkt tief beruhigend und deshalb auch als Schlafmittel.

Die Indianer Nordamerikas räuchern in sogenannten Schwitzhütten, einer Art Sauna, zur Tiefenreinigung des Körpers. Dazu werden Adlerfedern verwendet, mit denen man sich den Rauch überfächelt.
Einer der wichtigen Räucherstoffe für solche Zeremonien ist der Salbei. Er erfrischt den Geist, stärkt das Gedächtnis und vertreibt nach indianischer Auffassung "böse Geister".
Im Freien räuchern Indianer sogenanntes "Sweetgrass". Es wird zu einem Zopf gebunden, angezündet und duftet leicht nach Vanille. In der Vorstellungswelt der Indianer werden damit gute, hilfreiche Geister angezogen. Wir würden sagen, eine Sweetgrassräucherung verhilft zu innerer Harmonie und Leichtigkeit.
Achten Sie auf Qualität
Vielfach wird Räucherwerk in Form von Räucherstäbchen angeboten. Dabei werden Pflanzenteile gepresst und an ein Stäbchen geklebt. Auch Räucherkegel sind in Form gepresste Pflanzenteile.
Achten Sie beim Kauf von Räucherstäbchen- und kegeln unbedingt darauf, naturreines Pflanzenmaterial zu erhalten. Vielfach wird solches Räucherwerk in schlechter Qualität aus synthetischen Duftstoffen angeboten, die keine heilsame Wirkung haben.
http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/vvv/w ... index.html[/align]
Kein Problem wird gelöst,
wenn wir träge darauf warten,
dass Gott allein sich darum kümmert.
Martin Luther King

Benutzeravatar
Lady
Beiträge: 2680
Registriert: 21.03.2007, 23:08
Wohnort: Schweiz
Kontaktdaten:

Beitrag: # 19300Beitrag Lady
18.05.2008, 17:39

[align=center]
hier noch zwei Bücher zum Thema, welche ich nur empfehlen kann

http://www.institut-radiaesthesie.ch/sh ... n-den.html
mit diesem Buch erlebt man eine regelrechte Reise durch die Länder
dementsprechend ist es auch aufgebaucht (also kein Nachschlagewerk)

und vielleicht das praktischere von Beiden

http://www.esoterikladen.ch/shop/02236.htm

im zweiten Buch ist es alphabetisch geordnet und es wird immer
Herkunft
Traditionelle Verwendung
Räucherhinweis
Duftbotschaft
aufgeführt

vielleicht mag es ja inspirieren .....
:zwink
[/align]

seelinchen

Beitrag: # 19302Beitrag seelinchen
19.05.2008, 06:09

danke ihr 2 LIeben....

ich liebe räuchern und klasse beiträge...

hm, nur mein hund mag es weniger...der flüchtet ggg

Antworten