Kommunikation mit der Natur

Nur Miteinander Funktioniertes

Moderatoren: thomas, Lady, traude52, Margitta, Kalle, Globale Moderatoren

Antworten
Amo

Kommunikation mit der Natur

Beitrag: # 33094Beitrag Amo
10.02.2010, 22:28

[font=Comic Sans MS]Friedensbewegung im Gartenbau:
Kommunikation mit der Natur

Esotera, 11/1999, S. 10-13, Autorin: Leila Dregger

Kurz bevor Eike Braunroth seinen Garten betritt, klopft er sacht ans Tor. Da ist kein Mensch, der ihn einlassen könnte - sein Klopfen ist seine tägliche, kleine Geste des Respekts. Sie soll Schnecken, Asseln, Würmern und anderen Mitwesen sagen: "Ich komme und arbeite im Garten. Trefft Eure Vorbereitungen, damit Ihr keinen Schaden nehmt!"

Der Mann mit dem grauen Pferdeschwanz ist ein Friedensarbeiter im Gartenbau. Und Friedensarbeit im Garten tut not; denn dort herrscht Krieg.

Das Image, Gärtner und Bauern seien ein friedlicher und naturverbundener Menschenschlag, hat längst Schaden genommen. Sie gehen auf den Acker wie auf das Schlachtfeld, unterteilen alle Wesen in Freund und Feind, in Nützling und Schädling. Die Gifte in der Landwirtschaft stammen vielfach aus der chemischen Kriegführung des ersten und zweiten Weltkrieges. Es wird gespritzt, eingenebelt, gesprüht und vergast. Boden, Pflanzen, Tiere und ihre Nachkommen werden vergiftet. Die Schädlingsbekämpfer auf den Prospekten der Pestizid-Industrie ähneln optisch Nahkampfkriegern mit Gasmasken und Maschinengewehren im Anschlag. Jahr für Jahr sterben mindestens 50.000 Menschen an Pestiziden - durch Unfälle, unsachgemäße Anwendung von Analphabeten oder rücksichtsloses Spritzen aus Flugzeugen z.B. auf Kaffeeplantagen in Kolumbien, auf denen noch Kinder arbeiten.

Die Gentechnologie eröffnet ein neues Zeitalter des Gifteinsatzes, neue Sorten werden direkt im Kombi-Pack mit dem passenden Herbizid angeboten. Im Boden, in der Luft, im Wasser und in der Nahrungskette existieren 10.000 verschiedene künstliche Gifte, deren Wirkungen und Wechselwirkungen kaum erforscht sind. Viele einheimische Tier- und Pflanzenarten sind ausgestorben oder auf der Roten Liste. Hobbygärtner wenden oft besonders hohe Gaben von Pflanzenschutzmitteln an.

Biobauern sind aus ethischer Sicht nicht besser. Zwar verzichten sie auf Gift - dafür hetzen sie die Feinde aufeinander: industriell erzeugte Raubmilben auf Spinnmilben, Schlupfwespen auf Blattläuse, und sobald sich eine der verabscheuten Nacktschnecken zeigt, wird sie in Bier ersäuft, mit der Schere zerschnitten oder mit Salz ausgetrocknet.

Aber so sehr sich die Industrie und die Wissenschaft bemühen - es scheint nichts zu nützen. Im Gegenteil: wo früher die eine oder andere Pflanze geschädigt wurde, fallen heute die Schädlinge über ganze Felder und Gärten her und vernichten eine komplette Ernte. Vereinzelte Agrarwissenschaftler wie der Franzose Francis Chaboussou haben jetzt bewiesen, daß die moderne Agrarwirtschaft selbst der Grund für die Vermehrung von und den Schaden durch Schädlinge ist. Und doch: der Krieg geht weiter. "Der Bauer überdeckt mit der Schädlingsbekämpfung sein eigenes Gefühl ", sagt Eike Braunroth. "Und dieses Gefühl heißt Angst."

Der Psychologe und Gärtner hat eine Alternative: das Ende der Feindschaft, die Kooperation mit der Natur ®. Er berät Berufsbauern, Hobbygärtner, Studenten und Professoren, die endlich Frieden schließen wollen.

Die Anfänge der Kooperation klingen wie absurdes Theater: Der Hamburger Naturpädagoge Jürgen Paulick formuliert auf einem Brief einen Kooperationsvertrag mit Kaninchen und darin den Wunsch: Bitte laßt die Erbsen wachsen, sie sind den Kindern besonders wichtig. Fortan bedienen sich die Nagetiere zwar weidlich an Radieschen und Salat, aber die jungen, zarten Erbsensprösslinge lassen sie unberührt.[/font]


weiter gehts hier:

http://www.naturkooperation.org/presseb ... otera.html

Benutzeravatar
Kalle
Beiträge: 3930
Registriert: 14.07.2006, 16:43
Wohnort: Frankfurt am Main

Beitrag: # 33096Beitrag Kalle
11.02.2010, 00:05

[align=center][font=Georgia] :spb
Danke lieber Amo

Liebe grüße
Kalle[/font][/align]
Der Ort,
wo du anfangen kannst,
die Dinge in Ordnung zu bringen,
liegt in dir selbst

>>> Eileen Caddy <<<

Isis

Beitrag: # 33107Beitrag Isis
11.02.2010, 06:57

Bei mir im Garten geht das ganz gut
Die Schnecken bekommen ihre Ecke und lassen anderes in Ruhe
Etwas Probleme habe ich mit den Ameisen.
Aber da bin ich zuversichtlich.

Amo

Beitrag: # 33122Beitrag Amo
11.02.2010, 18:52

Ja, Danke für das Feedback (Kalle) :)

Isis! Das ist ja spannend.. vielleicht haben Ameisen ja etwas Besonderes? Vielleicht eine besondere Art der Kommunikation? Wer weiß :wink Ich werde damit auch experimentieren*freu* Gruß :wink

Benutzeravatar
Margitta
Beiträge: 4035
Registriert: 19.07.2006, 18:45
Wohnort: Frankfurt

Beitrag: # 33642Beitrag Margitta
07.03.2010, 21:22

Biobauern sind aus ethischer Sicht nicht besser. Zwar verzichten sie auf Gift - dafür hetzen sie die Feinde aufeinander: industriell erzeugte Raubmilben auf Spinnmilben, Schlupfwespen auf Blattläuse, und sobald sich eine der verabscheuten Nacktschnecken zeigt, wird sie in Bier ersäuft, mit der Schere zerschnitten oder mit Salz ausgetrocknet.
Hallo Amo kann auch nicht befürworten was da geschieht doch haben mir letztes Jahr die Nachtschnecken alles abgefresse Null Salat keine Blumen ,vielleicht hast du aber eine Lösung dafür.
LG Margitta
Kein Problem wird gelöst,
wenn wir träge darauf warten,
dass Gott allein sich darum kümmert.
Martin Luther King

Amo

Beitrag: # 33646Beitrag Amo
08.03.2010, 01:46

Hallo Margitta! Nein, eine Lösung hab ich noch nicht. Ich taste mich erst einmal an die Themen heran. Habe schon bessere Kommunikation mit Tieren erlernt und habe auch neulich ein Erlebnis mit einem sterbenden Menschen gehabt und Kommunktion auf "seelischer" Ebene.. Ich muss da auch noch üben. ;)Wünsch dir leckeren Salat und ein gutes Auskommen mit den Schnecken*g*Gruß Amo;)

Benutzeravatar
Margitta
Beiträge: 4035
Registriert: 19.07.2006, 18:45
Wohnort: Frankfurt

Beitrag: # 33648Beitrag Margitta
08.03.2010, 08:17

wenn du eine Lösung hast kannst du sie ja mitteilen
LG Margitta:P
Zuletzt geändert von Margitta am 08.03.2010, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
Kein Problem wird gelöst,
wenn wir träge darauf warten,
dass Gott allein sich darum kümmert.
Martin Luther King

Benutzeravatar
Darnella
Beiträge: 773
Registriert: 08.07.2009, 11:21

Beitrag: # 33664Beitrag Darnella
08.03.2010, 14:52

Huhu Margitta,

schau mal, da gibts ne interessante Seite im Internet, die genau dafür eine naturfreundliche und spirituelle Lösung anbietet:





Aus dem Buch "In Harmonie mit den Naturwesen" von Eike Braunroth
http://www.naturkooperation.org


Bewußte Kooperation

Bewußte Kooperation kann nur auf der Grundannahme funktionieren, daß der Gärtner und die Naturwesen zu einer Erde-Familie gehören. Der Gärtner erkennt damit die Erde als seine Mutter an und die Tiere und Pflanzen, das Wasser, die Winde und das Feuer sowie Raum und Zeit als seine Geschwister. Es ist die Anerkennung der urschöpferischen Idee im Gärtner wie auch in allen Naturwesen. Die Naturwesen haben dasselbe Recht auf Leben wie der Gärtner. Sie haben dasselbe Recht auf eine Wohnung und auf Freiheit wie der Gärtner.

Daher hast Du jetzt die Naturwesen darum zu bitten, Dir zu verzeihen, daß Du sie bisher in Unkenntnis und aus Unwissenheit verfolgt hast und ihr Leben zerstören wolltest. Du hast um Verzeihung für Deinen Egoismus zu bitten. Du hast um Verzeihung für Deinen Anspruch auf die ganze Ernte zu bitten. Du hast um Verzeihung für Deine Unnachgiebigkeit zu bitten. Du hast Dich jetzt zu entscheiden, ob Du mit der Natur kooperieren und in Harmonie mit den Naturwesen gärtnern willst. Wenn Du das willst, muß Dein Kernsatz ab sofort lauten: Ich will mich in allem bemühen, ein natur-kooperativer Gärtner zu werden und zu sein!

Dann mache Dich bereit, den Naturwesen ein Angebot zu unterbreiten. Bisher hast Du ja die Auffassung vertreten, daß die gesamte Ernte, die schönen Blüten, alle Samen, alles Holz für Dich da seien. Du hattest daraus Deine Ansprüche abgeleitet. Was hältst Du von dem Vorschlag, diesmal den Naturwesen alles das zu schenken und selbst zu verzichten?
Die Naturwesen haben niemals alles beansprucht. Du warst mit Deinem Gehabe der größte "Schädling"! Und nun meinst Du, Du könntest den Naturwesen nicht die ganze Ernte geben. Wie kleinlich von Dir ! An dieser Stelle wachse in Deiner Freigiebigkeit: Gib den Naturwesen von Deiner Ernte ab! Versprich sie ihnen! Lege fest, daß Du im ersten Jahr mit 10 Prozent Deiner Ernte beginnst, um sie ihnen zu schenken. Übe Dich darin, gerne zu schenken. Übe Dich darin, sehr gerne zu schenken! Übe Dich darin, mit Freude zu schenken! Übe Dich darin, mit überaus großem Genuß zu schenken! Erkundige Dich in der Fachliteratur nach
ihren Wohn- und Überwinterungsplätzen! Versprich dann, daß Du ihre Überwinterungsplätze in Ruhe läßt bzw. noch weitere schaffst! Versprich den Nacktschnecken Feucht- und Schattenplätze zu bauen, wo sie gut wohnen können! Versprich den Mäusen, ihre Wohnplätze im Komposthaufen in Ruhe zu lassen! Versprich allen Naturwesen die rechtzeitige Information, bevor Du in ihre Wohnbereiche und Straßen einbrichst! Versprich, daß Du Dich bemühst, alle ihre Bedürfnisse zu erfahren und zu unterstützen!

Als ich selbst noch auf diesem Gebiet forschte, das ist etwa 20 Jahre her, schenkte ich den Naturwesen zunächst ebenfalls 10 Prozent. Dies ist ein gutes Maß. Es sicherte früher den Lehnsherren das Auskommen und machte die Leibeigenen nicht arm. Aufgrund der Erfahrung, daß die Natur auf Freigiebigkeit reagiert, erhöhte ich im nächsten Jahr die freiwillige Gabe auf 30 Prozent. In immer größeren Dimensionen zu denken und zu handeln ist Sinn der Natur. So lud ich ab dem dritten Jahr alle Kartoffelkäfer, Schnecken, Blattläuse, Feldmäuse, Wühlmäuse, Kaninchen usw. ein, bei mir zu wohnen und auch ihren Verwandten weiterzusagen, daß sie bei mir wohnen und Nahrung nehmen dürften. Das war der Augenblick des völligen Loslassens. Von da an wuchsen unsere Ernten immer mehr, die Früchte wurden immer gesünder, schmackhafter, schöner und haltbarer. So möchte ich Dich ermutigen, einen Vertrag mit den Naturwesen zu machen. Hier mein Vorschlag:

Vertrag mit den Naturwesen
Ich______________________________
geboren am_______________________
in_______________________________

verspreche, mit der Natur zu kooperieren. Daher verspreche ich für das Jahr _______________ folgendes: Ich werde die Naturwesen achten, lieben, ernähren und ihnen Wohnung in meinem Garten geben.

Ich gebe gerne ____Prozent von der Ernte, von der auch ich essen möchte, ab. Ich informiere die Naturwesen stets rechtzeitig, bevor ich im Garten tätig werden möchte. Ich bewege mich vorsichtig im Garten. Ich schütze alle Tiere gegenüber Besuchern. Ich sage Besuche ab, wenn die Gefahr besteht, daß einem Naturwesen ein Leid geschehen könnte. Ich bewege die Erde und den Boden nicht mehr als notwendig. Ich achte die Wohnplätze, insbesondere im Komposthaufen. Ich achte die Straßen der Wühlmäuse. Ich fördere alle Tiere durch gute Ernährung und Wohnstätten im Winter. Mir ist immer alles sehr bewußt.

Dieser Vertrag beinhaltet keine Forderung an die Naturwesen. Ihr könnt Euch frei bewegen, so wie es Eure Aufgabe ist. Dieses einzuhalten verspreche ich hiermit.

Ort/Datum__________________ ___________

Unterschrift _______________________________



Diese Seite im Internet: http://www.horstweyrich.de/luw/gartenve.htm

Was zu mir gehört, kann ich nicht verlieren
und was nicht zu mir gehört, kann ich auch nicht halten.


Amo

Beitrag: # 33676Beitrag Amo
08.03.2010, 21:37

Hallo! Ich erkenne da viele Möglickeiten. Und jeder findet seine;) Mit so einem großen Wissen kann ich natürlich nicht auftrumpfen, weil ich eher intuitiv arbeite;)

Wichtig kann sein: Umgebung, in die man etwas pflanzt. Stimmigkeit. Vielleicht wäre Salat auch an anderer Stelle passender. Dann gibt es Beikräuter (ein Nicht-Kraut gibt es nicht*g*), die den Salat stärken und/oder Kräuter, die die Schnecken besonders mögen -> lieber als den Salat.
Dann hängt es von der Sorte ab. Es gibt Sorten, die weniger gegessen werden (viele alte Sorten, weil andere Zusammensetzung).
Dann kann die allgemeine Situation der Umgebungs-natur eine Rolle spielen: Stimmigkeit, Gesundheit, Gleichgewicht;)

Dann gibt es besondere Anbaumethoden. Z.B. das Mulchen, etc.

Oder auch: Es gibt Tiere, die Schnecken vertilgen: Igel, Vögel. Diese zu fördern, könnte etwas verändern;)

Und vieles mehr;)

Benutzeravatar
Kalle
Beiträge: 3930
Registriert: 14.07.2006, 16:43
Wohnort: Frankfurt am Main

Beitrag: # 33686Beitrag Kalle
09.03.2010, 01:26

[align=center][font=Georgia]Hallo lieber Amo
Vielen dank für diese Interessanten Anregungen
Liebe grüße Kalle

:dan [/font][/align]
Der Ort,
wo du anfangen kannst,
die Dinge in Ordnung zu bringen,
liegt in dir selbst

>>> Eileen Caddy <<<

Amo

Beitrag: # 33706Beitrag Amo
09.03.2010, 20:37

Danke fürs nette Feedback, Kalle;), Gruß, Amo;)

Antworten