Klima

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Margitta
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Klima

Beitrag: # 1012Beitrag Margitta
31.08.2006, 06:32

Klima
Europa erreicht selbst gestecktes Klimaziel nicht
Starker Anstieg der CO2-Emissionen in vielen EU-Staaten - Hurrikan-Saison im Atlantik bislang weniger heftig als im Vorjahr.

Berlin/Washington - Der weltweite Klimaschutz hat nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auch im vergangenen Jahr einen Rückschlag erlitten. Der Ausstoß des mit Abstand wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) sei weltweit um etwa 2,5 Prozent zum Vorjahr gestiegen, hieß es im gestern veröffentlichten Wochenbericht des Berliner DIW. Gegenüber 1990 habe der Anstieg nahezu 27 Prozent betragen. Viele der Länder, die das Klimaschutzprotokoll von Kyoto ratifiziert hätten, seien weit von ihrem zugesagten Reduktionsziel entfernt.

Im Kyoto-Protokoll haben rund 40 Industriestaaten zugesagt, den Ausstoß der Treibhausgase bis 2012 unter das Niveau von 1990 zu senken. Damit soll die Erwärmung der Erdatmosphäre gebremst werden. In Deutschland sind die Kohlendioxidemissionen dem DIW zufolge im Jahr 2005 um 2,3 Prozent zum Vorjahr und um 19 Prozent zum Basisjahr 1990 gesunken. Damit fehlten Deutschland zur Erreichung seines Kyoto-Zieles noch gut zwei Prozentpunkte. Finnland, Frankreich, Großbritannien und Schweden hätten hingegen ihr Soll schon erfüllt.

In den meisten Mitgliedsländern der EU-15 hätten die Kohlendioxidemissionen dagegen seit 1990 kräftig zugenommen, etwa in Spanien um 62 Prozent, in Portugal um 50 Prozent oder in Irland um 45 Prozent. Hier müsse es zu einer drastischen Trendumkehr kommen, wenn das Emissionsziel erreicht werden solle: "Die Verfehlung der Kyoto-Ziele ist somit für die EU bereits vorprogrammiert."

Eine weitere schlechte Nachricht in Sachen Klimaschutz überbringen amerikanische Wissenschaftler in der heutigen Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature". Demnach wird die Rolle von pflanzlichem Plankton bei der Bindung des Treibhausgases Kohlendioxid bislang stark überschätzt.

Der jährliche Abbau von CO2 per Fotosynthese könne allein im Pazifik um 2,5 Milliarden Tonnen unter bisherigen Schätzungen liegen, berichten Forscher der Universität Corvallis in Oregon. Demnach dürfte auch die Menge des im Phytoplankton gebundenen Kohlenstoffs im Pazifik deutlich geringer sein als bisher vermutet. Die Wissenschaftler hatten in ihren zwölf Jahre dauernden Tests die Fluoreszenz von Plankton wie Kieselalgen als Indikator für das Wachstum und damit für die Kohlenstoffaufnahme ausgewertet.

Unterdessen geht unter Experten die Diskussion weiter, ob durch den globalen Klimawandel künftig mit mehr Hurrikanen zu rechnen sei. In diesem Sommer sah es bislang jedenfalls - verglichen mit dem Vorjahr - recht ruhig aus, obwohl viele Wissenschaftler eine sehr aktive Hurrikansaison angekündigt hatten. Conrad Lautenbacher von der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) erklärt dies mit leichten Wetterveränderungen im Atlantik. Ein höherer Luftdruck und stärkere Scherwinde wirken der Entstehung von Hurrikanen eher entgegen. Außerdem sind auch die Wassertemperaturen leicht gesunken. Entwarnung will Lautenbacher aber dennoch nicht geben. 2006 kann immer noch ein "normales" Hurrikanjahr mit heftigen Wirbelstürmen im Herbst werden.
DW

Artikel erschienen am Do, 31. August 2006
Kein Problem wird gelöst,
wenn wir träge darauf warten,
dass Gott allein sich darum kümmert.
Martin Luther King

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traude52
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Beitrag: # 38882Beitrag traude52
31.10.2011, 07:27

[align=center]Wissenschaft ist Irrtum auf den letzten Stand gebracht.
von

Linus Carl Pauling
1901 - 1994

US-amerikanischer Chemiker


Nobelpreis für Chemie 1954
Friedensnobelpreis 1963


Ich bin auf interessante Seiten gestossen, welches
das Thema CO2 betrifft.

http://bewusst.tv/2011/10/fehler-der-wissenschaft/

http://www.cts-systems.de/fehler/


Alles Liebe
:Trau[/align]
Tarot ist der Spiegel der Seele - es erfordert manchmal Mut, hineinzusehen.

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Lady
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Beitrag: # 38888Beitrag Lady
01.11.2011, 16:58

[align=center]
langsam getraut sich scheinbar auch die ältere Generation, resoluter ihre Meinung zu vertreten. Es bleibt interessant!
[/align]
Be(geist)erung ist Energie, welche Gedankenformen erfahrbar werden lässt © Mai 2017
Friedenswege - Gedankenkraft

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Darnella
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Beitrag: # 38890Beitrag Darnella
01.11.2011, 18:16

Falls diese Erkenntnis auch von anderen Wissenschaftlern bestätigt werden sollte, wäre es ein ganz schöner Hammer. Jede Wahrheit, die ans Licht kommt, freut mich natürlich um so mehr.

Ich mache mir nur Gedanken um den Mann selbst. Einerseits kann ich ihn verstehen, und auch, dass er von der Reaktion der offiziellen Stellen inzwischen ziemlich sauer und frustriert ist. Doch andererseits habe ich auch den Eindruck, dass er bei seiner Mission wesentlichen größeren Erfolg hätte, wenn er seinen Frust beiseite stecken würde, und stattdessen etwas neutraler an die Wissenschaftskollegen herantreten würde.

Wie auch immer, ich bin die nächsten Jahre gespannt, wie es mit dem Thema ansich weitergeht.

Was zu mir gehört, kann ich nicht verlieren
und was nicht zu mir gehört, kann ich auch nicht halten.


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Beate77
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Beitrag: # 41368Beitrag Beate77
28.06.2013, 08:45

Das auf die eine Jahrhundertflut innerhalb von 10 Jahren die nächste Jahrhundertflut folgt, zeigt doch wie verrückt unser Klima spielt. Mit solchen Katastrophen wird man in der Zukunft häufiger rechnen müssen.

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Auriel
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Beitrag: # 41452Beitrag Auriel
10.07.2013, 16:42

Oh ja, früher dachte ich immer Naturkatastrophenfilme seien sehr weit von der Realität entfernt. Mittlerweile glaube ich, dass die Filme der Wirklichkeit ziemlich nahe kommen, wenn man solche Berichte liest: http://www.focus.de/wissen/klima/warnun ... 31498.html
Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

Franz Kafka

Weltgeist
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Beitrag: # 41501Beitrag Weltgeist
16.07.2013, 11:53

Ein richtiger Gedanke, Auriel. Und das betrifft uns Menschen nicht nur in so großem, offensichtlichen Maßstab, sondern genauso im kleinen. Aber das bemerken dann die meisten nicht mehr, weil der große Knall fehlt.

Erinnert ihr euch noch an richtig lange, heiße Sommer in Deutschland? Als Kind weiß ich noch wie meine Eltern oft Wochenlange nach Regen stöhnten, damit die Ernte es doch noch übersteht. Erinnert ihr euch an den letzten Sommer in den letzten 10 Jahren, in dem es mal eine wirklich WOchenlange Schönphase gab?
Oder, drastistischer das Gegenteil, im Süden. Da geht die Wüstenbildung so schnell voran wie noch nie. Wüstennomaden, die seit Jahrhunderten an das Leben in der Saraha angepasst sind, geben ihr altes Leben auf, weil selbst sie nichts mehr finden, um ihre Tiere und sich selbst am Leben zu erhalten.
Und dann das genau anders herum auf den kleinen Inseln im Indischen Ozean.Da wird das Wasser seit den letzten 10 Jahren auf einmal immer mehr und die Inseln versinken immer stärker, ein Prozess, den es noch vor 20 oder 30 Jahren gar nicht gab.

Also wenn das alles rein zufällig sein soll, dann falle ich von jedem Glauben ab....

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