Waldbaden – die sanfte Therapie für Körper und Geist!

Nur Miteinander Funktioniertes

Moderatoren: thomas, Lady, traude52, Margitta, Kalle, Globale Moderatoren

Antworten
Benutzeravatar
Kalle
Beiträge: 3878
Registriert: 14.07.2006, 16:43
Wohnort: Frankfurt am Main

Waldbaden – die sanfte Therapie für Körper und Geist!

Beitrag: # 45721Beitrag Kalle
10.05.2018, 14:43

Quelle: https://erstkontakt.wordpress.com

Bewusstsein & Gesundheit: Waldbaden – die sanfte Therapie für Körper und Geist!
von erstkontakt blog
https://i1.wp.com/www.pravda-tv.com/wp- ... =640&ssl=1

Mit der heilenden Kraft der Natur sich selbst neu entdecken! In den Wald gehen, das Rascheln der Bäume und das Grün auf sich wirken lassen, nicht denken und die Ruhe und Unaufgeregtheit der Natur genießen – und das in Zeiten der ständigen Erreichbarkeit.

Die Autorin Annette Bernjus lädt dazu ein, was in Japan längst zur präventiven Gesundheitsvorsorge gehört: Shinrin Yoku, an der Waldluft zu baden.

In 10 einfachen Schritten beschreibt sie den ursprünglichen Weg, in der unverfälschten Natur wieder zu uns selbst zu finden, uns zu zentrieren und uns von äußerem Druck und Eile abzugrenzen. So senken Sie Ihren Stresslevel, stärken Ihr Immunsystem und aktivieren Ihre Selbstheilungskräfte!

Die Entdeckung des Shinrin Yoku

Schon seit Jahrhunderten weiß man, dass Aufenthalte in der Natur gestressten (Stadt-)Menschen wohltun. Seit einigen Jahren wird diese Annahme auch wissenschaftlich beleuchtet und es häufen sich die Belege, dass der Kontakt zur Natur positive Wirkungen auf unser körperliches, emotionales und geistiges Wohlbefinden hat.

Einige der spannendsten Nachweise für die Gesundheitsvorteile von Aufenthalten in der Natur stammen aus Japan. Die Geschichte beginnt im Akasawa Natural Recreational Forest nahe der Stadt Agematsu auf der japanischen Hauptinsel Honshū, einem der drei schönsten Wälder Japans. Er gilt als die Wiege des Shinrin Yoku, des „Badens in der Waldluft“.

Der Akasawa-Wald hat einen gewaltigen Baumbestand mit Zypressen, die teilweise mehr als 300 Jahre alt sind. Im Jahr 1970 wies ihn das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei als ersten „natürlichen Erholungswald“ aus, seit 1982 finden hier nationale Waldveranstaltungen statt. Jedes Jahr tauchen etwa 100.000 Menschen in den Wald mit Kur-Effekt ein und beschreiten einen der Shinrin-Yoku-Wanderwege.

Der kürzeste davon erstreckt sich über 1,5 Kilometer, auf dem längsten kann man 3,5 Kilometer dahinschlendern, immer wieder verweilen und mit weit geöffneten Sinnen wahrnehmen, was man sieht, hört, riecht und fühlt. Die verflochtenen Wurzeln, das Vogelgezwitscher, der Duft des Waldes, die Rinde eines Baumes. Man bewegt sich dabei langsam wie ein Taucher am Meeresgrund, steht still oder sitzt.

Man ist ganz präsent im Hier und Jetzt und nimmt nur das wahr, was ist. Ein Therapiezentrum mit einem Beratungsraum für Waldmedizin und ein Waldinformationszentrum ergänzen das therapeutische Angebot des Heilwaldes. Mittlerweile gibt es in Japan über 60 solcher Wälder. Shinrin Yoku und die Waldtherapie, die darauf aufbaut, bilden in Japan und Südkorea einen festen Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.

In den Jahren 2004 bis 2007 hat das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei ein Forschungsprojekt initiiert, um die therapeutische Wirkung von Wäldern auf die menschliche Gesundheit wissenschaftlich zu untersuchen. Die Ergebnisse waren beeindruckend.

Einer der wichtigsten japanischen Forscher von Shinrin Yoku ist Dr. Qing Li, Professor an der Nippon Medical School in Tokyo und Präsident der im Jahr 2007 gegründeten Japanischen Gesellschaft für Waldmedizin (http://forest-medicine.com/epage01.html). Er hat zahlreiche Studien vorgelegt, die die Wirkung von Waldbaden auf die Psyche, das Stressempfinden und das Immunsystem belegen.

Er konnte insbesondere die Wirkung regelmäßigen Waldbadens als effiziente Vorbeugemaßnahme für stressassoziierte Beschwerden (Herz- und Kreislaufbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Autoimmunerkrankungen und Krebs) nachweisen. Menschen, die krank sind, brauchen zum Beispiel weniger Schmerzmittel, wenn sie die Möglichkeit haben, einen Wald aufzusuchen.

Patienten mit Depressionen hilft das Waldbaden ebenso, auch sie benötigen danach weniger Medikamente. Wer häufig ins Grüne blickt, hat seltener Kopfweh. Kinder sind aufnahmefähiger in der Schule, je mehr Grün sie von ihrem Fenster aus sehen. Das Gute daran: Jeder von uns kann die Kraft des Waldes jederzeit für sich bewusst nutzen und davon profitieren.

Wunderwelt Wald

Unsere Wälder sind Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen, die Klimaanlage unseres Planeten, Schatzkammer, Abenteuerspielplatz, Holzlieferant und Arbeitgeber für Millionen Menschen. Jeder einzelne Wald ist ein komplexes Ökosystem, in dem die einzelnen Faktoren zu einem komplizierten Wirkungsgefüge verknüpft sind.

Grüne Pflanzen bauen mithilfe des Sonnenlichts aus Kohlendioxid, Wasser und Bodennährstoffen organische Substanzen auf, sie wachsen und bilden damit die Nahrung für viele andere Lebewesen. In komplexen Nahrungsketten wird die lebendige Substanz wieder abgebaut, von den kleinen und kleinsten Organismen im Boden schließlich wieder zu Pflanzennährstoffen zersetzt. Der Wald ist eine ganz eigene zauberhafte Welt. Er strahlt viel Ruhe aus und doch ist so viel Leben in ihm. Aber wann ist ein Wald ein Wald?

Laut deutschem Bundeswaldgesetz ist ein Wald eine mit Forstpflanzen bestückte Fläche, inklusive Wegen, Lichtungen und Wiesen. Wenn die ausgewachsenen Bäume mindestens fünf Meter hoch werden und ihr Kronendach ein Zehntel der Fläche überschirmt, dann erst spricht die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) von Wald: Ein Biologe hingegen spricht erst von einem Wald, wenn die Bäume so dicht und zahlreich stehen, dass sich drinnen das typische Waldklima entwickelt.

Das bedeutet: Die Temperaturen schwanken nicht so stark wie draußen, es ist feuchter und dunkler. Überall auf der Welt finden sich Wälder und keiner gleicht dem anderen, sie haben sich Wind und Wetter angepasst. Es gibt tropische Regenwälder, Hartlaubwälder, nordische Nadelwälder und sommergrüne Mischwälder. Jeder Wald ist unendlich wertvoll: Er speichert Kohlendioxid, produziert Sauerstoff, er liefert Honig, Pilze und Waldfrüchte, er schützt den Boden, indem Erosion (Abtragung) vermieden wird, er sorgt für die Verbreitung von Pollen und er hat therapeutisches Potenzial.

Dieses liegt nicht zuletzt in seinem besonderen Kommunikationssystem verborgen, denn die Pflanzen des Waldes teilen sich zielgerichtet über chemische Substanzen (Terpene) mit. Dabei handelt es sich um Moleküle, die bestimmte Informationen und Botschaften enthalten. Dazu gibt es immer eine Senderpflanze und eine Empfängerpflanze, die die Informationen verarbeiten kann.

Wird beispielsweise ein Baum, eine Flechte oder ein Farn von Schädlingen befallen, geben sie Substanzen ab, die von den Pflanzen in der Nachbarschaft aufgenommen werden und diese warnen. Daraufhin bilden diese Empfänger Abwehrstoffe, schon bevor sie mit den Schädlingen in Berührung gekommen sind.

Beim Waldbaden trifft nun dieses kommunizierende Abwehrsystem der Pflanzen auf das Immunsystem des Menschen. Schon beim Betreten des Waldes strömen unendlich viele bioaktive Substanzen auf uns ein. Insbesondere die gasförmigen Terpene nehmen wir teils über die Haut, aber zum Großteil über die Lungen beim Einatmen auf. Einen großen Teil davon kann unser Immunsystem entschlüsseln, die Waldluft erhöht und aktiviert damit unser körpereigenes Abwehrsystem.

Die Kommunikation der Pflanzen findet allerdings nicht nur in der Luft, sondern auch unterirdisch statt. In der sogenannten Rhizosphäre (griechisch: rhiza für Wurzel) im Boden werden Hunderte von chemischen Stoffen freigesetzt. Das miteinander vernetzte Wurzelwerk tauscht nicht nur Nährstoffe aus, es warnt beispielsweise auch benachbarte Pflanzen vor einer bevorstehenden Dürre.

Wissenschaftler sprechen von einem „Wood Wide Web“. Das funktioniert insbesondere über Pilze, die die äußeren feinen Wurzeln der Bäume mit einem dichten Netz aus Pilzfäden überziehen. Fast alle unsere Waldbäume werden von diesen sogenannten Mykorrhiza-Pilzen ummantelt.

Dabei kommt es zu einem Stoffaustausch zwischen Bäumen und Pilzen: Die Mykorrhiza-Pilze liefern den Bäumen Nährsalze und Wasser und die Pilze erhalten von den Bäumen Stoffwechselprodukte, die diese durch die Fotosynthese gewinnen. Über 30 Prozent unserer Großpilze im Wald sind Mykorrhiza-Pilze. Jeder kennt sicher den Fliegenpilz. Er ist so einer.

Wir sehen davon nur den roten, in diesem Fall giftigen Fruchtkörper – unterirdisch bildet er ein viel verzweigtes Netzwerk und verbindet sich gern mit Fichten und Birken. Beim Waldbaden wirst auch du zu einem Teil dieses faszinierenden Kommunikationssystems, öffne dazu einfach deine Sinne und gib dich unvoreingenommen deinen Eindrücken hin.

Baumwissen

Ein Baum mit seinem Wesen ist uns Menschen gar nicht so unähnlich. Im Sprachgebrauch bereits finden sich viele Verbindungen: So hat jeder Mensch eine bestimmte Abstammung oder möchte Wurzeln finden, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Wir sind aus einem bestimmten Holz geschnitzt, was ein Hinweis auf unseren Charakter ist.

Sogar unsere Körper zeigen uns diese Ähnlichkeit mit Bäumen, wie es schon der Naturforscher und Philosoph Paracelsus (1494–1541) beschrieb: „Dieses Gewächs […] gleicht dem Menschen. Es hat seine Haut, das ist die Rinde; sein Haupt und Haar sind die Wurzeln; es hat seine Figur und seine Zeichen, seine Sinne und seine Empfindlichkeit im Stamme. […] Sein Tod und sein Sterben sind die Zeit des Jahres.“

Wie der Baum haben wir eine vertikale Achse von Kopf bis Fuß sowie eine horizontale Achse (Schultern, Arme, Hände). Unsere Finger wachsen wie Äste aus einem Stamm und entspringen einer Handwurzel. Das Gefäßsystem aus Arterien und Venen ähnelt dem eines Baumes ebenso wie unsere Atemwege. Überall da, wo es um den Austausch von Nährstoffen geht, tauchen im Körper Strukturen von Verästelungen auf.

Drüsen oder Nervenzellen sehen unter dem Mikroskop ebenfalls aus wie Baumstrukturen. Selbst die Ganglienzellen im Kleinhirn gleichen Bäumchen. Auch durch unseren Atem sind wir verbunden mit den Bäumen, sie nehmen die verbrauchte Atemluft ab und geben Leben spendenden Sauerstoff. Dabei ist jeder Baum sehr großzügig: Er nährt uns, schenkt uns sein Holz, gibt uns Schutz, Heilung und Trost.

Wir brauchen die Bäume, auch wenn sie uns nicht brauchen. Hier findest du eine kleine Baumauswahl und ihre Besonderheiten:

Die Birke ist Sinnbild für wachsendes Leben und den Frühling. In früheren Zeiten waren Kinderwiegen aus Birkenholz geschnitzt. Auch als Maibaum werden Birken verwendet. Der Baum weckt tatsächlich die Lebensgeister. Probiere einmal einen Tee aus Birkenblättern oder Birkensaft.

Die Buche wirkt mächtig und doch zart mit ihren filigranen Zweigen, dem zarten Blattwerk, das ein so dichtes Blätterdach bildet, dass im Dämmerlicht darunter nur junge Buchen gedeihen können. Wie die Eichen gehörten Buchen im Mittelalter zu den fruchtbaren Bäumen. Die Buche war Brennholz, Grundstoff für Lauge und Seife. Augen zeigen sich auf ihrer Rinde und tatsächlich scheint jede Buche die Welt zu betrachten.

Die Haselnuss ist Teil einer Hecke und bietet Schutz. Ihre elastischen Ruten werden seit Jahrtausenden als Wünschelruten verwendet, ein Haselstrauch neben dem Haus soll störende, krank machende Strahlungen abhalten.

Auch der Holunder war früher auf jedem Hof zu sehen. Er gilt als der Baum des Lebens und des Todes, ersichtlich durch das strahlende Weiß der Blüten und das tiefe Schwarzrot der Früchte. Nahezu alle Bestandteile des Holunders kann man zu Heilzwecken verwenden.

Die Esche ist ein Licht- und Sonnenbaum. Sie steht für die Wiedergeburt, die durch die Vereinigung von Licht und Wasser möglich ist, und hat daher auch Macht über das Wasser.

Die Tanne bekam ihren Namen vom altgermanischen tan, dem Feuer, sie ist demnach ein Feuerbaum. Mit ihr lässt sich schnell ein solches entfachen, zudem mit betörendem Duft. Sie galt als heilig, als Wohnsitz der Götter und noch heute findet man Tannen, die mit einem Kreuz oder Marienbild versehen sind. Auch Hildegard von Bingen empfand die Tanne als warm, als einen vor Zauber und Magie schützenden Ort.

Die Fichte ist mit der Tanne verwandt. Heute, in Monokulturen angebaut, ist von ihrem majestätischen Charakter nicht mehr viel zu sehen, doch frei stehende Bergfichten lassen verstehen, warum die Fichte als Schutzbaum, als Mutter- und Lebensbaum gesehen wurde.

Die Eibe galt als Symbol der Unsterblichkeit, als Todes- und Auferstehungspflanze. Einzig Hildegard von Bingen empfand sie als „Sinnbild der Fröhlichkeit“. Allerdings enthält die Eibe hochgiftige Inhaltsstoffe. Sowohl die immergrünen Nadeln als auch die Rinde und die roten Samen sind extrem giftig.

Um die feinen und heiteren Lärchen ranken sich unzählige Sagen und Geschichten: Sie sind Ruhe- und Tanzplatz jener Waldfeen, die dem Verirrten den Weg weisen und jedwedem guten Menschen gern zur Seite stehen. Das Harz wurde im Mittelalter bei Lungen- und Harnproblemen verwendet, als Wundsalbe und Pflaster, es wirkt durchblutungsfördernd, desinfizierend und schleimlösend.

Schon früh galt die Kiefer als Unsterblichkeitssymbol, oft wurde sie auch als Feuerbaum, Wilder Harzbaum oder Kienbaum bezeichnet. Hustenstillend, auswurffördernd, antiseptisch, haut- und schleimhautreizend, durchblutungsfördernd, beruhigend und leicht harntreibend wirkt ihr Harz. Wie Tannen und Fichten gehört auch die Kiefer zu den erprobten Lungenheilmitteln.

Die Eberesche – oder auch Vogelbeere – war der Baum des Donnergottes Donar (Thor) und ebenfalls der Fruchtbarkeit geweiht: Kaum ein Baum war bei den alten Zauberern, Druiden und weisen Frauen so beliebt wie sie. Ihre Ausstrahlung wirkt belebend wie das Rot ihrer Vogelbeeren, überall will sie Wurzeln schlagen, ein Baum der Erweckung, der Lebenskraft. Entgegen der allgemeinen Annahme, die Beeren seien giftig, enthalten sie viel Vitamin C.

Waldwissen

Ein Tag im Wald: Steigerung der natürlichen Killerzellen – also der Zellen, die Viren, Bakterien und sogar potenzielle Tumorzellen aufspüren und beseitigen – unseres Immunsystems um 40 Prozent.

Zwei Tage im Wald: Steigerung um mehr als 50 Prozent. Ein Tag im Wald heißt, dass die Anzahl der Killerzellen noch sieben Tage erhöht ist, bei zwei bis drei Tagen bis zu 30 Tagen, ohne nochmals in den Wald gehen zu müssen (Therapiehelfer: Der Wald kann die Menschen heilen).

Auch die Leistungssteigerung erhöht sich um über 50 Prozent, und das hält bei einem Aufenthalt von zwei Tagen im Wald ebenfalls noch 30 Tage danach an. (Quellen: www. infom.org/paperandbooks/).

Auszug aus dem Buch “Waldbaden: Mit der heilenden Kraft der Natur sich selbst neu entdecken“.

Video:


Quellen: PublicDomain/m-vg.de am 09.05.2018

http://erst-kontakt.jimdo.com/
http://erstkontakt-events.jimdo.com/

Peace, Love & Unity…..die EK-Redaktion
Der Ort,
wo du anfangen kannst,
die Dinge in Ordnung zu bringen,
liegt in dir selbst

>>> Eileen Caddy <<<

Antworten